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Die Jesuiten, die sich gegen Ende des 16. Jahrhunderts in Luxemburg-Stadt niederliessen, legten den Grundstein des einheimischen Theaterlebens. Jedoch gewann diese künstlerische Ausdrucksform erst 1855 an Popularität, und dies dank der Aufführung des ersten Theaterstücks in luxemburgischer Sprache, dem "Scholdschäin" von Edmond de la Fontaine (Dicks).
Weltbekannte ausländische Ensembles und Gruppen aus Luxemburg tragen zu der Vielseitigkeit des Theaterprogramms bei. Mehrsprachigkeit ist hier Trumpf: Stücke in französischer und deutscher, englischer, niederländischer und sogar portugiesischer Sprache gehören zum üblichen Theaterangebot.
Die kritischen Kabarettstücke in französischer, deutscher und luxemburgischer Sprache sorgen ebenfalls für ein weitgefächertes Kulturangebot.
Am 11. Dezember 1964 wurde das Kasemattentheater unter dem offiziellen Namen " Centre Grand-Ducal d'Art Dramatique " a.s.b.l gegründet.
Tun Deutsch schwebte ein avantgardistisches Theaterschaffen vor, das nicht nur die intellektuelle Bourgeoisie, sondern ein neues Publikum in einer neuen Spielstätte anziehen sollte.
Über diese Truppe versuchte Tun Deutsch das Berufsbild des Schauspielers hierzulande bekannt zu machen um die luxemburgische Jugend zum Theater zu bringen.
Die Idee trug Früchte : Aus dem Kasemattentheater gingen junge Schauspieler, echte Theaterleute hervor, die nicht nur einen Namen in Luxemburg, sondern auch an ausländischen Bühnen haben.
Im Jahre 1965 entstand die Idee im Sommer ein Theaterfestival in den Festungsmauern der Stadt Luxemburg : Kasematten genannt, zu organisieren.
Ein einzigartiger Raum, der durch seinen natürlichen und außergewöhnlichen Rahmen, dazu geeignet war eine ganz spezielle Theateratmosphäre zu schaffen, wurde im Bockfelsen ausfindig gemacht.
Mit " La leçon " und " La jeune fille à marier " von Ionesco begann im Juli 1965 das erste Sommerfestival in den Bock-Kasematten.
Die Ionesco-Aufführungen waren zum Theaterereignis des Jahres geworden.
Die Presse und das Publikum waren begeistert von dieser Neuerung und die Theaterfreunde erwarteten mit Spannung das nächste Programm.
Überall wurde vom “ Kasemattentheater “ gesprochen, sodass der frühere Name “ Centre grand-ducal d’art dramatique “ beim Publikum in Vergessenheit geriet.
Man sprach nur mehr vom Kasemattentheater, wenn man von Tun Deutsch’s Truppe redete.
Aus dem reichhaltigen Spielprogramm seien nur einige Autoren hervorgestrichen, wie Sartre, Ionesco, Obaldia, Camus, Saunders, Mrozek, Walser, Kafka, Fo, Schiller, Ibsen, Brecht, Fassbinder, Cechov, Kreisler, Pinter u.v.a.
Auch mit seinen literarischen Kabarettprogrammen füllte das Kasemattentheater eine langjährige Lücke im kulturellen Leben aus.
Aus dem Versuch im Jahre 1972 einen Tucholsky-Abend zu veranstalten wurde eine Institution, die über Jahre hinaus die Literatur-und Kabarett-Freunde begeisterte.
Tun Deutsch erlag im Oktober 1977 im Alter von 45 Jahren einem Herzversagen.
Die Erfolge des Kasemattentheaters hatten Bewegung in die Theaterszene gebracht, sodass es für die Verantwortlichen des Ensembles kein Bedenken gab Tun’s Werk weiter zu führen.
Während dem Theaterfestival im Sommer 1995 feierte das Kasemattentheater sein 30 jähriges Jubiläum in den Bock-Kasematten. Zur Aufführung kam " Kesselflicker Hochzeit " von John Synge, das Theaterstück, in dem Tun Deutsch, als irischer Pfarrer zum letzten Mal auf der Bühne stand.
Jahrelang suchten die Verantwortlichen vergebens nach einem geeigneten Theaterraum, in dem das Ensemble sich fest installieren könnte.
Im November 1991 durfte sich das Kasemattentheater "provisorisch" im alten Tramsschapp auf Limpertsberg einquartieren. In einem Teil des ausgedienten Straßenbahndepots konnte ein interessiertes Publikum bis zum Jahre 1997 viele künstlerisch hochwertige Produktionen erleben.
Im März 1998 war endlich das ersehnte Ziel erreicht, als die Gemeindeverwaltung der Stadt Luxemburg dem Kasemattentheater erlaubte eine ausgediente Lagerhalle als Theaterstätte einzurichten. So entstand in der rue du Puits in Luxemburg-Bonneweg ein Theatersaal, der den Namen " Saal Tun Deutsch " trägt.
Das Großherzogtum Luxemburg bietet eine reichhaltige Auswahl an musikalischen Ereignissen und Aktivitäten. Zahlreiche Luxemburger sind Mitglieder in Musikvereinen, deren Ursprünge manchmal bis ins 18. Jahrhundert zurückgehen.
Das Philharmonische Orchester von Luxemburg und die Europäischen Solisten von Luxemburg verschaffen Luxemburg seit langem ein hohes Ansehen im Ausland. Die beiden Orchester treten regelmäßig in Luxemburg-Stadt, an verschiedenen Orten des Landes sowie bei den Luxemburger Festivals auf.
Zu den beiden Formationen gesellen sich regelmäßig international angesehene Solisten. Sie bieten ebenfalls jungen Luxemburger Interpreten die Gelegenheit, mit einem großen Orchester aufzutreten.
Eine angemessene architektonische Umrahmung der musikalischen Ereignisse bieten, ausser den Theater- und Konzertsälen, die über das ganze Land verstreuten historischen Schlösser und Kirchen. Operngalas, Ballettstücke und Musicals, die von internationalen Gruppen aufgefühtr werden, bilden einen wichtigen Bestandteil des gesamten Programmangebots.
Die offizielle Eröffnung der Salle de Concerts Grande-Duchesse Joséphine-Charlotte fand am 26. Juni 2005 mit der Uraufführung von Krzysztof Pendereckis 8. Symphonie statt. Dieses Konzert des Orchestre Philharmonique du Luxembourg bildete den Auftakt zu einem achttägigen Musikfest: ein Fest der Musik und der Menschen, das viele Erwartungen übertraf: 750 Musiker spielten für ein Publikum von insgesamt 15.038 Leuten, wobei eine Auslastung von 98,65 % erreicht wurde.
Während der ersten hundert Tage des regulären Spielbetriebs 2005/06 fanden 132 Veranstaltungen statt: von Riccardo Muti mit dem Philharmonia Orchestra bis Lorin Maazel mit dem New York Philharmonic Orchestra, von Goran Bregovic bis Maceo Parker, von Grigory Sokolov bis zu den vielen attraktiven Konzerten mit szenischen Elementen für Kinder und Jugendliche, reicht der groβe Bogen in der Realisierung der Idee eines Konzerthauses für alle Menschen, von Jung bis Alt. Verteilt auf drei Säle mit Publikumskapazitäten von 100 bis 1.300 Plätzen erlebten 49.075 Leute ausgezeichnete Konzerte, vermittelnde Konzerteinführungen, spannende Begegnungen mit Künstlern und generell hochwertige musikalische Erlebnisse in groβer Bandbreite.
Vielmehr als die Summe der etwa 64.000 Menschen, die in diesen ersten Tagen die Philharmonie besuchten, erfreut die groβe Neugier der Konzertbesucher und die Offenheit, mit der das Publikum auf das vielschichtige Angebot der Philharmonie und der Partnerorganisationen reagiert hat. Genau diese Vielfalt und Offenheit zeigt, daβ Luxemburg und die Groβregion Freude an der Erfüllung eines musikalischen Bedürfnisses finden und daβ die Philharmonie eine spannende Zukunft vor sich hat, in dieser sowie in den folgenden Spielzeiten.
Ein Theater im Aufbruch. Ein Theater mitten in Europa.Das THEATRE NATIONAL DU LUXEMBOURG.
Ein Theater, das "auf der Grenze tanzt", wie eine große Tageszeitung schrieb. Das THEATRE NATIONAL DU LUXEMBOURG wurde 1996 gegründet und am 1. Oktober 1997 mit "Ein Traumspiel" von August Strindberg, Regie Frank Hoffmann eröffnet. Da das THEATRE NATIONAL sich sowohl dem Sprechtheater als auch dem Musiktheater verschrieben hat, bringt es pro Spielzeit mehrere Theater- und Operninszenierungen in deutscher , französischer und luxemburgischer Sprache heraus. Klassiker, aus dem Geist unserer Zeit begriffen, stehen neben modernen Autoren, die das Théâtre National auch dadurch zu fördern versucht, indem es Auftragswerke vergibt und alle zwei Jahre einen Stückemarkt veranstaltet, bei dem neue, unveröffentlichte Theatertexte von Schauspielern vorgelesen und für die Bühne entdeckt werden.Nach dem wilden Tanz der ersten vier Jahre an verschiedenen Orten, Theatern, Plätzen, Hallen, Fabriken, Zelten quer durch das ganze Luxemburger Land, nach Einladungen zu Festivals in Stockholm (1998) und Sibiu (Rumänien, 1999) sowie nach Weimar, Kulturhauptstadt Europas 1999, nach Aufführungen überall in Europa von Paris über Frankfurt, Mannheim, Berlin, Lausanne, Graz nach Volterra in Italien, Plovdiv in Bulgarien und Budva in Montenegro - nach dem wilden Tanz der ersten vier Jahre hat das Théâtre National du Luxembourg seinen Ort, sein Theater, seine Halle, seine Fabrik und auch seine Zeit gefunden: eine alte Schmiede mitten in der Stadt Luxemburg, die zu einem Theater umgebaut und in der Spielzeit 2004/ 2005 eröffnet wurde.Das THEATRE NATIONAL DU LUXEMBOURG ist einerseits kreatives, innovatives Theater, das von jungen, dynamischen Künstlern bewegt wird. Es ist aber auch ein Theater der großen Theaterleute unserer Zeit. Die Schmiede wird all diesen Menschen einen Raum zum Arbeiten geben. Zum Spielen.
Reservierungen von dienstags bis freitags von 13 bis 18 Uhr. Tel. +352 26 81 21-304. Email: billetterie@cape.lu.
Viele Kunstgalerien der Hauptstadt und des Grossherzogtums zeigen Werke in- und aus- ländischer Künstler.Mehrere Bankhäuser veranstalten Ausstellungen in ihren Geschäftsitzen.Die Listen der Ausstellungen betreffend die 7 Museen der Hauptstadt ist im Faltblatt "La saison des musées" und im "Agenda du Luxembourg" des Landesverkehrsamtes veröffentlicht.
La Rockhal, enfin! Désirée, discutée, pensée depuis un quart de siècle au Luxembourg, la Rockhal aura finalement vu son chantier entamé l'année du cinquantenaire du rock'n'roll.
Durant près de trente ans, le projet a été pensé et rêvé par les amateurs de musique. Depuis 1995, année durant laquelle le Luxembourg fut la dernière fois capitale européenne de la culture, de nombreuses formations internationales - des Rolling Stones à Michael Jackson, de Placebo à Incubus - se sont produites sur les scènes nationales. Parallèlement, la scène musicale locale a pris de l'envergure et certains groupes ont désormais une réputation dépassant largement les frontières luxembourgeoises.
Bien au-delà d'être un complexe de deux salles de concert entièrement modulables, la Rockhal, gérée par l'établissement public Centre de musiques amplifiées et cofinancée par l'État luxembourgeois, est appelée à devenir le véritable centre de la musique pop-rock au Luxembourg - comme le sont le CNA à Dudelange pour l'image photographique et cinématographique ou le CNL à Mersch pour la littérature. C'est pour cela que le CMA dispose d'un Centre de ressources, qui accueillera aussi bien des salles de répétition qu'un studio d'enregistrement semi-professionnel, des offres, des formations et des archives de la musique dans un espace multimédia.