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Die luxemburgische Architektur ist stark von verschiedenen äußeren Einflüssen geprägt. Lediglichdie Hauptstadt und das Abteistädtchen Echternach dürfen sich einer Architektur rühmen, derenGeschichte bis ins Mittelalter zurückreicht. Damals kam der Stadt Luxemburg vorrangig die Rolleeiner Festungsstadt zu. Erst 1867 wurden die Festungsanlagen geschleift und die nunmehr offeneStadt konnte ihre einzigartige Architektur entfalten. Luxport, Mertert
Architecture et aménagement, TR-Engineering Aus dieser Zeit stammen die Adolfbrücke, der Sitz der Sparkasse und das ARBED-Palais, um nur die eindrucksvollsten Bauwerke zu nennen. Auch das Industriezeitalter hinterließ seine Spuren mit prächtigen bürgerlichen Bauten im Stil von Historismus, Jugendstil und Art Déco, insbesondere in Esch/Alzette. Die Fussgängerbrücke "Passerelle" - ein Projekt von Ney & Partners/Metaform, - ist eine markante Struktur aus Stahl und Glas und verbindet den Stadteil Zentrum Esch mit dem höher gelegenen "Park Galgenberg". Der starke Einfluss von außen erklärt sich einerseits dadurch, dass die angehenden luxemburgischen Architekten bis heute nur im Ausland studieren können, andererseits aber auch durch die multikulturelle Gesellschaft Luxemburgs. Es herrscht zwar kein typisch luxemburgischer Stil vor, doch die Architektur im Großherzogtum besticht durch ihre Leichtigkeit und ihre Art, verschiedene Einflüsse harmonisch miteinander zu vereinen.
Öffentliche und private Architektur sowie Wohnungsbau Das Land weist regionalspezifische Unterschiede in Städteplanung und Architektur auf. So hat der Süden des Landes, dessen Stil maßgeblich von der Eisenerzindustrie des 19. und 20. Jhdts. geprägt ist, nach dem Ballungszentrum der Landeshauptstadt die größte Bevölkerungsdichte. Neben den für diese Epoche so typischen Bürgerhäusern ist die Gegend durch den Bau von Arbeitervierteln geprägt, wie man sie in Esch/Alzette und in Düdelingen findet. Der Rückgang der Eisen- und Stahlindustrie schuf in ehemaligen Industriebrachen Platz für neue urbanistische Konzepte, insbesondere in Belval und Esch/Alzette. Jo Coenen und Klaus & Kaan versuchen, dieses Vermächtnis neu zu interpretieren. Der zeitgenössisch umgestaltete Wohnraum wird hier mit großzügigen Parkanlagen und Freiflächen kombiniert. So werden Arbeit, Wohnen und Freizeit für die Zukunft neu definiert. Die Altstadt und die Festungsanlagen der Stadt Luxemburg sind von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt worden. Hier fügen sich einige bemerkenswerte Neubauten harmonisch in die historisch gewachsenen Strukturen ein (Nationalmuseum, Fischmarkt). Die Stadt Luxemburg ist durch die Ansiedlung europäischer Institutionen und durch ihre Rolle als Finanzplatz stark international ausgerichtet. Dies spiegelt sich auch in ihrer Architektur wider. Architekten wie Richard Meier, Gottfried Böhm und Denis Lasdun, Christian de Portzamparc, Ieoh Ming Pei, Jean Michel Wilmotte oder Ricardo Boffil, um nur einige zu nennen, haben im Europaviertel Kirchberg ihre Spuren hinterlassen. Am Ufer des Mosellaufs mit seinen zahlreichen Windungen liegen einige architektonisch überaus interessante Weingüter. Beim Spaziergang durch die Weinberge stößt man allenthalben auf außergewöhnliche und sehr individuelle Einfamilienhäuser. Die Jugendherbergen Remerschen und Echternach heben sich in ihrer Architektur deutlich von den üblichen Einrichtungen dieser Art ab. Dank der vollständig natürlichen Baumaterialien gehen sie nahtlos in die sanft geschwungenen Täler von Mosel und Sauer über. Im eher ländlich geprägten Norden des Landes fügen sich zeitgenössische Bauweise und Solitärarchitektur, in denen unter anderem Kulturzentren untergebracht sind, harmonisch in die mustergültig gewachsenen ländlichen Strukturen ein. Auch hier wird weitestgehend auf natürliche Baumaterialien zurückgegriffen, um das Zusammenspiel von Natur, Raum, Geschichte und moderner Funktionalität zu unterstreichen. Fonds Belval und Kirchberg
In Belval befindet sich derzeit der Campus der Universität Luxemburg mitsamt einem neuen Stadtviertel, in dem Arbeiten, Wohnen und Freizeit gelungen miteinander kombiniert werden. Der Fonds Belval, eine öffentliche Einrichtung, ist Bauherr sämtlicher staatlicher Einrichtungen auf dieser ehemaligen Industriebrache. Die bereits errichteten oder noch geplanten Universitätsgebäude wurden samt und sonders im Rahmen eines internationalen Architekturwettbewerbs ausgewählt und passen sich harmonisch an das städteplanerische Konzept dieser Stadt des 21. Jhdts. an. www.fonds-belval.lu • www.sud.lu Das Kirchbergviertel in Luxemburg ist nicht nur seit den Edinburgher Verträgen Standort der in Luxemburg ansässigen europäischen Institutionen, sondern auch des Internationalen Kongresszentrums und zahlreicher Bankenpaläste.
Moderne Parks, die die Handschrift der Landschaftsarchitekten Michel Desvigne oder Latz & Partner tragen, sind ein angemessener Rahmen für diese äußerst ambitionierte zeitgenössische Architektur. Das Kirchbergviertel beherbergt in einer riesigen Freilichtgalerie die bekanntesten Namen der nationalen und internationalen Architekturszene. Das Museum für Moderne Kunst (MUDAM), die Philharmonie und der Europäische Gerichtshof sind untrennbarer Bestandteil dieses Viertels, in dem private und öffentliche Architektur einander perfekt ergänzen. Der staatliche Kirchberg-Fonds setzt hier auf eine sehr moderne Städteplanung, die den Bewohnern des Viertels Raum für Arbeit, Wohnen, Freizeit und Gesundheitswesen bietet.
Architekturveranstaltungen ![]() Der luxemburgische Berufsverband der Architekten und Beratenden Ingenieure (OAI) informiert über Architektur, Ingenieurwesen, Städteplanung und Raumplanung in Luxemburg. Zu seinen Initiativen gehören unter anderem: • der Bauherrenpreis ("Bauhärepräis") • der Kreativitätswettbewerb "Festival des cabanes" Architekte und Ingenieure findet man unter www.oai.lu "Annuaires des Membres". 8 rue Jean Engling ![]() "ouvrage alliant son caractère technique avec une forte expression sculpturale dans le paysage" Bauhärepräis OAI 2008
• Architektur und Kunst im öffentlichen Raum - Kirchberg Entdecken Sie die modernen Skulpturen, die zeitgenössische Architektur und deren gewagte Bauten auf Kirchberg! Während zwei Stunden werden Sie Skulpturen, Kunstwerke im öffentlichen Raum, moderne Banken im puristischen Baustil, Museen, Sportzentrum und Grünflächen entdecken. Die moderne und futuristische, etwas weniger bekannte Seite der Festungsstadt Luxemburg! • Architektur-Rundgang im Zentrum der Stadt Luxemburg Dieser Rundgang macht Sie vertraut mit einem bunten Reigen von außergewöhnlichen Gebäuden und einem subtilen Cocktail von moderner Architektur aus den 30er bis 50er Jahren sowie zeitgenössischer Bauten.
• Architektur-Rundgang im Bahnhofsviertel
Die Architektur des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts des Bahnhofsviertels ist stark geprägt durch Bauwerke des Historismus, Jugendstils und Art Déco.
• City Promendade - Stadtführung zu Fuss Von Karfreitag bis 31.10 täglich um 13 Uhr (D, GB) und um 13.30 Uhr (D, F). Vom 1.11 bis Gründonnerstag montags, mittwochs, samstags und sonntags um 13 Uhr (D, F, GB). Gruppen auf Anfrage. Start beim Luxembourg City Tourist Office.
• "City Labo" Geführter Rundgang für Kinder und Familien. Von Juli bis September um 14.30 Uhr, ausser montags. Start beim Luxembourg City Tourist Office. Gruppen auf Anfrage.• Luxembourg City Tour "Hop on Hop off" Fährt täglich von März bis Oktober alle 20 Minuten von 9.40 bis 18.20 Uhr. Von November bis März samstags und sonntags alle 30 Minuten von 10.30 bis 16 Uhr. Abfahrt an der Place de la Constitution. Sales-Lentz, Tel. +352 26 65 11, Fax +352 50 55 63, Internet: www.sightseeing.lu.
• Der "Pétrusse Express" Täglich von März bis Oktober von 10 bis 18 Uhr (alle 30 Minuten, ausser um 13 Uhr). Abfahrt an der Place de la Constitution. Gruppen auf Anfrage. Sales-Lentz, Tel. +352 26 65 11, Internet: www.sightseeing.lu. • Luxembourg City Tour mit dem Bus Nur auf Anfrage für Gruppen im eigenen Reisebus sowie massgeschneiderte touren (Stadt und Land, Reiseführer auf Anfrage).
• Fassaden erzählen die Geschichte der Stadt Esch-sur-Alzette
Entdecken Sie ein aussergewöhnliches Kulturerbe (Historismus, Jugendstil, Art Déco, Funktionalismus, Postmoderne).
• Anhand von Modellen wird die Entstehung und die Entwicklung des Stadtgebietes dargestellt. Dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr, donnerstags bis 20 Uhr.
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