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Geographisch und geologisch gesehen besteht das Luxemburger Land aus zwei natürlichen Gebieten: der Norden, der auf das untere Devon-Zeitalter zurückzuführen ist, mit Schiefer- und Schiefersandsteinboden die arm an Kalk und Phosphor sind. Das rezentere Gebiet des Zentrums besteht vor allem aus sandigem und kalkhaltigem Mergelboden und ist im Trias bzw. Jura entstanden. Im Südwesten des Landes erstreckt sich ein schmaler Eisenerzstreifen von Dogger. Die Ausgrabungen in den Höhlen und am Fuße der Felsvorsprünge in den Tälern der Weissen Ernz, der Schwarzen Ernz und ihrer Zuflüsse sowie im Sauertal lassen darauf schliessen, dass sich hier seit dem Paläolithikum Menschen angesiedelt haben. Das bisher älteste Grab, das auf luxemburgischem Gebiet gefunden wurde, befindet sich in Loschbour bei Reuland und stammt aus der Mittleren Steinzeit.
ECHTERNACH - MUSEUM DER VORGESCHICHTE
Das Museum ist in einem Gebäude aus dem 15. Jh untergebracht und zeigt die technische Evolution von Werkzeugen und Waffen während eines Zeitraumes von mehr als einer Million Jahren. Ausstellung einer Kopie vom "Loschburmann". Vom 1.4 bis 15.11 von 10 bis 12 und von 14 bis 17 Uhr. Vom 1.7 bis 31.8 von 10 bis 17 Uhr. Montags geschlossen. 4A, rue du Pont L-6471 Echternach Tel. +352 72 02 96 Internet: www.prehistoire.lu
LUXEMBURG - NATIONALMUSEUM FÜR NATURGESCHICHTE "NATURMUSEE" In diesem Museum wird die Naturgeschichte als wahre Entdeckung der Welt erlebt. Moderne, zeitgenössische Dauerausstellungen von hohem internationalen Stellenwert lassen die Naturwissenschaften aus einem anderen Blickwinkel erscheinen. Eine anregende und interaktive Präsentation formt die lange Geschichte des Universums, der Erde und des Lebens in ein spaßiges Ereignis um.
Das ganze Jahr über bietet das "naturmusée" mit seinen Ausstellungen ein komplettes und abwechslungsreiches Rahmenprogramm mit Vorträgen, Führungen und Workshops für alle Altersklassen. Von dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr. Führungen auf Anfrage. 25 rue Münster
Drei römische Hauptverbindungsstraßen führten durch das heutige Großherzogtum. Zwei davon verliefen von Lyon und Reims aus in Richtung Trier, während die dritte über die nördliche Spitze in Richtung Köln führte. Mit den zahlreichen Zusatzstrassen trugen sie zur Entwicklung der Landwirtschaft, der Viehzucht und der von den Kelten und ihren gallorömischen Nachfolgern ausgeübten Handwerke bei. Römische Städte oder Militärlager gab es jedoch wegen der Nähe der Verwaltungs- und Geschäftszentren von Metz und Trier keine. Die Einwohner dieser Ortschaften versorgten sich mit Produkten aus dem luxemburgischen Gebiet und brachten ihrerseits Waren anderer Herkunft in Umlauf und errichteten Landhäuser und Grabmäler entlang der Mosel, der Sauer und der Alzette. Neben den Ländereien und Höfen verfügten einige vor allem von Handwerkern bewohnte Siedlungen oder Post- und Raststätten über Wirtshäuser, Werkstätten, Läden und Tempel. Während vier Jahrhunderten nach Cäsars und Labienus’ Sieg über die Gallier (58 vor Chr.) brachte der Römische Frieden den christlichen Glauben, führte zum Anbau von Reben und Obstbäumen und verbreitete die römische Architektur, die nach und nach die Bauten der in diesen Gebieten ansässigen Treverer ersetzte. Mit dem Rückzug der Präfektur des Gerichts der Gallier von Trier nach Arles (395) endete die römische Herrschaft über das Gebiet des heutigen Luxemburg.
Die Antike erwacht in der Region der Luxemburger Mosel zu neuem Leben. Die Römerzeit ist die Zeit, die das Moseltal zweifellos am nachhaltigsten geprägt hat. Der Prozess der Romanisierung des täglichen Lebens der alten keltischen Bevölkerung durch den Handel und die Wirtschaft, die von den Römern durch ihre neuen Verkehrswege möglich gemacht wurde, brachte der Region einen deutlichen wirtschaftlichen Aufschwung. Zahlreiche Überreste zeugen von dieser lange zurückliegenden Zeit. Das römische Theater in Dalheim wird als das besterhaltene nördlich der Alpen angesehen. Der „Tonn“ in Flaxweiler, der größte römische Grabhügel des Landes, und die Gräber entlang der Römerstraßen und der Mosel von Schengen nach Wasserbillig bilden eine regelrechte Gräberstraße. Mit dem Wein, der in der Region auf eine 2000 Jahre lange Geschichte zurückblicken kann, verfügt die Mosel über einen ausgesprochen lebendigen Zeugen der Römerzeit.
Ziel von "Reisen wie die Römer" ist es, eine aktive Teilnahme am Projekt "Straße der Römer" zu ermöglichen. Regelmäßig werden so genannte Römertrails – thematische Touren zu Fuß oder mit dem Rad – organisiert. Dabei können die Teilnehmer aus nächster Nähe die zahlreichen Aspekte des römischen Lebens kennenlernen, mit Pferden, Wagen, Eseln - Zeugnissen der reichen landwirtschaftlichen Vergangenheit -, reisenden Händlern, Legionären, die sich zu Fuß fortbewegen, und stärkenden Imbissen, die die Teilnehmer mit den kulinarischen Spezialitäten der Römerzeit bekannt machen.
In Wasserbillig können Sie auf der Wanderstrecke "Von Meilenstein zu Meilenstein" die reizvolle Region vom Manternacher Fels über den Gräberbezirk bei Lellig bis zu den Gräbern im Wald Weiler entdecken. Die Fahrradroute "Velo Romanum" ist über 35 km lang und führt von Bech-Kleinmacher über Remerschen und Mondorf-les-Bains nach Dalheim und schließlich wieder zurück zum Ausgangspunkt. Unter dem Thema "Antike schmecken" lassen Erzeuger, Gastwirte, Winzer, Caterer, Handwerker und Künstler ganz nach den Wünschen des Gastes das Leben und insbesondere die römische Gastronomie in der Antike wieder aufleben (Büfett, Wein, Brot usw.). Professionell geführte Themenwanderungen werden auf Anfrage organisiert. Die Broschüre "Straße der Römer, von Dalheim nach Echternach" enthält eine detaillierte Beschreibung des römischen Erbes im Moselraum. Sie bietet zahlreiche ausführliche Präsentationen und Empfehlungen für Touristen und richtet sich an Familien, Wanderer, Radwanderer und Kulturliebhaber. Auf den 48 Seiten der Broschüre werden die einzelnen Etappen beschrieben. Ergänzt wird das Ganze durch eine Karte der "Straße der Römer" als Entdeckungsroute mit einer kurzen Zusammenfassung der wichtigsten Informationen zu den einzelnen Etappen. Reisen Sie mit Ihrer Familie auf den Spuren der Römer sowie geführte Besichtigungen (max. 25 Pers. mit den "Miseler Tours & More": "In vino veritas" (mit Weinprobe), "Götter, Keller und ein Zeigefinger" (in und um Dalheim). Detaillierte Informationen: Entente Touristique de la Moselle Luxembourgeoise. 115 route du Vin ECHTERNACH - RÖMERVILLA UND MUSEUM ÜBER DAS LEBEN DER RÖMER
Didaktisches Museum über das Leben der Römer, neben der Römervilla am Freizeitzentrum. Neue Beschilderung mit den verschiedenen Teilen der Villa wie den Bädern, den Empfangshallen, dem Heizsystem. Nicht verpassen: das Zentrum MUSICA ET VOX, wo es in einem audiovisuellen Umfeld um Musik, Poesie, Redekunst und römisches Theater geht.
Täglich, ausser montags, vom 30.3 bis 3.10 von 10 bis 12 und von 13 bis 17 Uhr. Workshops für Kinder, von März bis September, dienstags nachmittags von 14.30 bis 16.30 Uhr auf Anfrage. LUXEMBURG - NATIONALMUSEUM FÜR GESCHICHTE UND KUNST Neben mehreren Sonderausstellungen pro Jahr zeigt das Nationalmuseum die nationalen Sammlungen in den Bereichen Archäologie, Landesgeschichte und Bildende Künste. Der chronologisch gestaltete Rundgang führt den Besucher von der Vorgeschichte bis hin zu den neuesten Kunstexperimenten der Gegenwart. Die archäologischen Sammlungen veranschaulichen die Besiedlungsgeschichte Luxemburgs von der Frühsteinzeit bis hin zum Spätmittelalter, unter den Höhepunkten seien eine spektakuläre Reihe späteisenzeitlicher Adelsgräber sowie das gallorömische Musenmosaik von Vichten hervorgehoben. In der numismatischen Sammlung sind typische Vertreter keltischer, römischer, mittelalterlicher und neuzeitlicher Münzprägung zu sehen. Von dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr, donnerstags bis 20 Uhr geöffnet. Marché-aux-Poissons OUREN-SCHENGEN - DER LUXEMBURGER JAKOBSWEG Der Jakobsweg quer durch Luxemburg führt längs Römerstrassen und Wasserläufen dorthin wo der Jakobskult in Luxemburg gepflegt wurde (bekannte Pilgerstätten wie die Basilika mit dem Grab des heiligen Willibrordus in Echternach, Wallfahrstorte wie die Kathedrale von Luxemburg, die Burg in Düdelingen die dem Johanniter-Orden gehörte, ...). Von der Dreiländerecke in Ouren/Lieler verlaüft der Weg längs der Our bis nach Vianden, weiter nach Echternach, über Grevenmacher bis zur Stadt Luxemburg und von hier über Düdelingen bis nach Schengen.
Der 160 km lange Weg ist ausführlich in 6 Etappen in einer 24-seitigen Brochure beschrieben. Erhältlich bei den "Frënn vum Camino de Santiago de Compostela". Internet: www.caminosantiago.lu. VICHTEN - MOSAÏK
Ein besonders gut erhaltenes Mosaik wurde Ende der 90er Jahre in Vichten gefunden und in das Nationale Geschichts- und Kunstmuseum in Luxemburg-Stadt verlagert. In Vichten wurde zwischen der Kirche und dem Rathaus eine gut geschützte Kopie angelegt. |